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Elke Bippus / Lehre
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Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Departement Kunst & Medien

2011
• Mentorate
Betreuung der schriftlichen Arbeit von Diplomand_innen des Master of Arts in Fine Arts

• Pool II : Master of Arts in Fine Arts (gemeinsam mit Christoph Brunner)
Praxen der Verkörperung
Aktuell erhalten solche ästhetischen Produktionen Aufmerksamkeit, die Vorstellungen eines kritischen, subversiven, revolutionären Handelns und Denkens verkörpern. Wir befassen uns mit dem Begriff der "Verkörperung" anhand visueller, sprachlicher und performativer Verfahren, um das (in-)formierende und ephemere solcher kritisch ästhetischer Produktionen hervorzuheben. Dabei geht das Seminar in Konzeption und Verfahren grundlegend von dem komplexen und verschlungenen Verhältnis zwischen Theorie und Praxis aus.
Anliegen ist es, in Lektüren und Betrachtungen die Beziehung zwischen Praxis - Theorie - Verkörperung in Hinblick auf die eigene Produktion und Reflexion kreativ einsetzen zu können.

• Kontext interdisziplinär : Kunstdiskurs (Hauptstudium gemeinsam mit Franziska Koch, Nine Budde)
Theoretisierungen und Kontextualisierungen von Praxen der Kunst

Anliegen des Moduls ist es, eine Struktur zu entwickeln, die es den Teilnehmenden ermöglicht, sich Kriterien für ihre künstlerische Haltung und Urteilskraft zu erarbeiten und sich von unbewussten Vorannahmen zu emanzipieren. Dies soll im kritischen Diskurs geschehen, der einerseits das Verhältnis von Theorie und Praxis und andererseits seine Präsentationsweise mitreflektiert und z.B. danach fragt, wie Bilder gezeigt, wie welche Texte gelesen werden, oder welche Orte der Auseinandersetzung möglich und notwendig sind.
Folgende Anlage ist Ausgangspunkt: Eine Gruppe von Studierenden stellt eine künstlerische Arbeit, eine Idee oder ein Thema ins Zentrum und kontextualisiert diese/s kunstgeschichtlich, gesellschaftspolitisch und ästhetisch-philosophisch. Im Plenum werden diese Kontextualisierungen durchdrungen und debattiert.

• Theorie (Diplomand_innen, Bildende Kunst)
Lektüren und Debatten: Theoretische Reflexionen zwischen Planung und Durchführung der Diplomarbeit
Arbeitsgespräche und Lektüren über kunsttheoretische, inhaltliche und formale Aspekte der künstlerisch-praktischen Diplomarbeit, ihrer theoretischen Darstellung im Portfolio und der Diplomprüfung. Im Kolloquium werden die Teilnehmer_innen die für ihre künstlerische Arbeit relevanten theoretischen Positionen und Referenzen zur Diskussion stellen. Vorbereitung der Diplomprüfungsgespräche.

• Theorie (Grundstudium, Bildende Kunst)
Kunst und Wahrheit | Kunst und Politik: Lektüren von Martin Heidegger und Walter Benjamin
Mitte der 1930er Jahre erschienen zwei Artikel, in denen die bildende Kunst mit zentralen gesellschaftlichen Funktionen verknüpft wurde: Martin Heidegger publiziert seine Vorstellung vom Kunstwerk als einem welteröffnenden Geschehen, das die Wahrheit des Seienden ins Werk setzt. Walter Benjamin befasst sich mit der Funktionsveränderung der Kunst durch ihre technische Reproduzierbarkeit, die er im Kontext der "Ästhetisierung der Politik" durch den Faschismus und der "Politisierung der Kunst" im Kommunismus diskutiert. Im Seminar werden diese beiden Texte in Auszügen gemeinsam gelesen und in Auseinandersetzung mit künstlerischen Praxen der Entstehungszeit der Texte reflektiert.

2010/11
• Theorie interdisziplinär (Hauptstudium gemeinsam mit Gerald Raunig)
Queer und Feminismus

Das interdisziplinäre Modul soll einen Überblick über die relevantesten Stränge feministischer und queer-feministischer Theorie- und Kunstpraxen geben. Einerseits wird damit in die feministische Politik vor allem der letzten 150 Jahre
eingeführt, von den Frauen der Pariser Commune und den Soufragetten über die zweite Frauenbewegung bis zu heutigen feministischen Positionen der Intersektionalität, der Interdependenz und der Queer Studies. Andererseits wollen wir diese Tour de Force überlagern und durchbrechen mit der Diskussion visueller und performativer Kunstpraxen, die sich selbst als feministisch und/oder queer verstehen.

• Kontext interdisziplinär : Kunstdiskurs (Hauptstudium gemeinsam mit Franziska Koch)
Aufteilungen und Verschränkungen von Praxen der Kunst

Anliegen des Moduls ist es, eine Struktur zu entwickeln, die es den Teilnehmenden ermöglicht, sich Kriterien für ihre künstlerische Haltung und Urteilskraft zu erarbeiten und sich von unbewussten Vorannahmen zu emanzipieren. Dies soll im kritischen Diskurs geschehen, der einerseits das Verhältnis von Theorie und Praxis und andererseits seine Präsentationsweise mitreflektiert und z.B. danach fragt, wie Bilder gezeigt, wie welche Texte gelesen werden, oder welche Orte der Auseinandersetzung möglich und notwendig sind. Folgende Anlage ist Ausgangspunkt: Eine Gruppe von Studierenden stellt eine künstlerische Arbeit, eine Idee oder ein
Thema ins Zentrum und kontextualisiert diese/s kunstgeschichtlich, gesellschaftspolitisch und ästhetisch-philosophisch. Im Plenum werden diese Kontextualisierungen durchdrungen und debattiert.

• Theorie (Grundstudium, Bildende Kunst)
Kunstbewegungen, Kunstbegriffe, Ausbildungskonzepte nach 1945

Anhand von visuellen und diskursiven Manifestationen zentraler Kunstbewegungen nach 1945 werden Kunstbegriffe vorgestellt, in ihren jeweiligen historischen Kontextualisierungen diskutiert und in Beziehung gesetzt zu künstlerischen Ausbildungskonzepten.
Behandelt werden Arbeiten und/oder Texte von:
Marcel Duchamp, CoBrA: Constant , Asger Jorn, Henry Lefebvre, Abstrakter Expressionismus: Clement Greenberg, Barnett Newman, Serge Guibault, Fluxus, Happening: Robert Filliou, Allan Kapro, Situationistische Internationale
Conceptual Art: Daniel Buren, Joseph Kosuth, Sol LeWitt, Baldessari, Dan Graham, Institutionskritik, feministische Kunst: Adrian Piper, Martha Rosler, Andrea Fraser, Andrea Geyer, John Miller.

2010
• Kulturtechnik (Hauptstudium, gemeinsam mit Irene Weingartner)
Performance

Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung stehen kunsthistorische Beispiele der Performancekunst, ihrer Vorläufer sowie? aktuelle Tendenzen performativer Kunst. Das Seminar wird sich an die Veranstaltung Act 2010 (siehe Angebot Franziska? Koch) andocken und dort entstehende Performances diskutieren und reflektieren.

• Theorie: Kunstphilosophie / Kunstgeschichte (Grundstudium; Bildende Kunst)
Repräsentationskritik: Bildliche Visualisierungen als Darstellung und Vertretung
Was zeigen Bilder? Was konstruieren sie? Im Seminar wird der Begriff der Repräsentation in seiner doppelten Bedeutung? von Vertretung und Darstellung vorgestellt. Er wird einerseits mit zentralen Bildtheorien und Beispielen der Geschichte der? Kunst in Beziehung gesetzt und andererseits mit aktuellen aktivistischen und künstlerischen Strategien, die eine Kritik der? ästhetischen wie der politischen Repräsentation betreiben.

•Theorie: Kunstphilosophie / Kunstgeschichte (Hauptstudium)
Performance – Performanz – Performativität
Zentraler Teil dieser Lehrveranstaltung ist die Lektüre von Schlüsseltexten zur Performance und Performativität. Der Kurs steht in Korrespondenz zum Modul Kulturtechnik.
Texte u.a.: Mieke Bal, Performanz und Performativit?t / Oskar Bätschmann, Der Künstler als Erfahrungsgestalter / Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter (Auszüge) / Erika Fischer-Lichte, Ästhetik des Performativen / Dieter Mersch, Life-Acts. Die Kunst des Performativen und die Performativität der Künste.

2009
• Theorie: Kunstphilosophie / Kunstgeschichte (Hauptstudium, gemeinsam mit Irene Weingartner)
Performance und Performanz
Während „Performance“ – zumindest im Feld der Kunst – mehr oder weniger klar als eine situationsbezogene, handlungsbetonte und vergängliche künstlerische Darbietung eines Performers oder einer Performancegruppe bestimmt werden kann, fällt die Bestimmung der Bedeutung von „Performanz“ sehr unterschiedlich aus, je nach dem ob die Antwort aus der Sprachphilosophie, Linguistik, der Theaterwissenschaft oder Medienwissenschaft kommt. Allerdings ist festzustellen, dass die Handlung, die Inszenierung, die Verkörperung oder die Aufführung zentrale Aspekte sind. Im Seminar werden Theorien der Performanz sowie kunst- und theatergeschichtliche Beispiele der Performance im Mittelpunkt stehen. Das Interesse richtet sich auf die mit den Begriffen verknüpfte Auffassung von ›Kultur‹ als ein Wechselverhältnis von Ent- und Verkörperungspraktiken.

• Theorie: Kunstphilosophie (Grundstudium, Bildende Kunst)
Repräsentationskritik: Bildliche Visualisierungen als Darstellung und Vertretung
Was zeigen Bilder? Was konstruieren sie? Im Seminar wird der Begriff der Repräsentation in seiner doppelten Bedeutung von Vertretung und Darstellung vorgestellt. Er wird einerseits mit zentralen Bildtheorien und Beispielen
der Geschichte der Kunst in Beziehung gesetzt und andererseits mit aktuellen aktivistischen und künstlerischen Strategien, die eine Kritik der ästhetischen wie der politischen Repräsentation betreiben.

Kulturtechnik (Hauptstudium)
Paradoxien des Widerstands (Gast: Beate Schlingelhoff)
Mit seinen Thesen zu Kunst und Politik avancierte Jacques Rancière in den letzten Jahren zum Lieblingstheoretiker der aktuellen Kunst. Rancière attestiert der Kunst eine politische Wirksamkeit und denkt sie zugleich im kulturgeschichtlich begründeten autonomen künstlerischen Raum. Im Zentrum des Seminars stehen kunstphilosophische Theorien und kunstgeschichtliche Beispiele ästhetischer Widerstandsformen sowie die Reflexion einer Politik der Ästhetik heute

•Praxis (gemeinsam mit Eran Schaerf, Mediale Künste)
Offenes Format. Synchronität von Denkpraktiken
Im Seminar steht die eigene künstlerische Praxis in ihrer Entwicklung und im Tun im Zentrum. Jede_r der Teilnehmer_innen veranstaltet jeweils eine Sitzung des Seminars (Spielregel 1). Die Sitzung enthält ein Beispiel aus der eigenen Praxis (eine Arbeit, die es gibt oder geben könnte) und ein Beispiel (ein Text, ein Film, ein Kunstwerk, ein Song, usw.), das im Entstehungskontext der eigene Arbeit eine Rolle gespielt hat oder spielen wird; beide Beispiele werden im Rahmen der Sitzung vor- bzw. ausgestellt bzw. aufgeführt bzw. angeschaut bzw. gelesen bzw. gehört (Spielregel 2). Die dritte und letzte Spielregel betrifft eine inszenierte Korrespondenz: eine_r weitere_r Teilnehmer_in bereitet sich mit Fragen auf die Sitzung vor (das Format der Fragen und ob ein weiteres Werk, Text, Film, Sprache usw.  einbezogen wird bestimmt die_er Korrespondent_in mit).

 

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