Manchmal frage ich mich, warum und warum überhaupt ich. Ich, ja schon wieder ich, denn viele, auch ich, denken alles dreht sich nur um mich. Ich meine warum nicht, oder warum überhaupt nicht. Es gibt Leute die haben einen Fetisch, wie wir es heute nennen, der interessanter ist, als mein Fetisch zu mir selber. Kann man das überhaupt sagen, ein Fetisch zu sich selber. Ein Egofetisch, ich find mich geil.
Wenn die Menschheit immer von gefressen werden und selber fressen spricht, so will auch ich etwas für die Welt tun. Ich will was der Welt zurück geben, denn ich bin wichtig. Schon nur der Fakt an sich, dass Mensch zum Teil Tier ist und ich dann wohl auch ein Tier haben muss, macht mich geil. Tiere sind egoistisch, so egoistisch, dass sie nicht einmal darüber nachdenken die Welt zu zerstören, oder wie wir es nennen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ich will egoistisch sein, vielleicht gehe ich sogar weiter, ich will ein Egozentriker werden. So wie die Teilzeit-Tiere früher dachten die Sonne dreht sich um die Erde, so will ich denken die Menschheit will mich kennen. Die Menschheit vergöttert mich.
Es gibt Tage, wo ich nur existiere aber diesen Drang, diesen starken Drang, verspüre wichtig zu sein für die Menschheit. Ein Inneres ich will im Zentrum stehen. Manchmal frage ich mich, gibt es überhaupt keine Skrupel am Horizont. Klingt wie nichts, ist nichts, ähnlich wie dieser Essay. Ist nichts und ist auch Nichts. Nur leere Worte eines von seiner zweiten inneren Person regulierten Wesens. So fühle ich mich, reguliert. Regulierung oder Regulation, ich bin sogar zu faul dies nachzuschlagen. Zu egoistisch es richtig zu schreiben. Ich denke viele Poeten und Antipoeten schrieben bereits über dieses packende Thema. Antipoet, so würde ich mich nennen. Ich weiss nicht einmal warum ich ein Antipoet sein will. Ich mag meinen Egofetisch, den find ich toll. Haben auch nicht viele, und ich will ja herausstechen in der Masse. Masse Mensch, guter Buchtitel, so wird dieser Essay hier heissen. Mensch als Masse, Mensch als amorphes Gut. Wobei nicht alle Güter auch Gut sind, nur in der Einzahl, aber die Masse ist ja nicht eines also ist der Mensch auch nicht Gut. Die Masse macht ihn schlecht. Gefällt mir dieser Vergleich, dieses Gedankenkonstrukt.
So ich will mich kurz fassen, genug über mich, wobei ich das ja mag. Ich. Ein Essay völlig meinem Fetisch gewidmet. Ich bin geil.